Sanierung des Alten Bergsammlers
vom RÜ Sandhofstraße bis zum Wendehammer in der Schwanheimer Straße
Im Rahmen der Inspektion der Hauptsammler zur ARA Niederrad wurden im Alten Bergsammler, welcher das Abwasser aus dem hoch liegenden Einzugsgebiet südlich des Mains ableitet, durchgängig Schäden festgestellt. Der aktuelle Sanierungsabschnitt erstreckt sich vom Regenüberlauf Sandhofstraße bis zum Wendehammer in der Schwanheimer Straße über eine Gesamtlänge von circa 1.750 m. Der Verlauf ist im Lageplan mit einer Roten Linie dargestellt.
Bauplan Alter Bergsammler - Doppelklick für Vollbildansicht
Die Sanierung erfolgt im Einzelrohr-Lining-Verfahren mit Rohren aus glasfaserverstärktem Polyesterharz (UP-GF), im Allgemeinen als GFK-Rohre bezeichnet. Dabei werden selbsttragende Einzelrohre in die zu sanierende Kanalhaltung eingebracht. Die Verbindung der einzelnen Rohre untereinander im Muffenbereich erfolgt über mit Dichtungsringen versehene Rohrverbindungen. Der entstehende Ringraum wird anschließend mit Dämmer verfüllt, nachdem die Stutzen der Hausanschlüsse händisch in geschlossener Bauweise wiederhergestellt wurden.
Über temporäre Baugruben ( im Lageplan als blaue Punkte dargestellt ) werden die GFK-Rohre in der Regel mit sogenannten Fahrwagen in den Altkanal eingefahren, vor Ort abgelassen und zum Beispiel mittels Rohrzuggeräten zusammengezogen.
Einfahren eines GFK-Eiprofilrohres - Doppelklick für Vollbildansicht
Nach der Verlegung der Rohre werden diese zur Herstellung und Einhaltung des vorgegebenen Gefälles ausgerichtet und fixiert. Die Ausführung der Arbeiten erfolgt zum Beispiel durch Hinterstopfen mit schnellbindenden Mörteln, Weichholzkeilen oder Abstandhaltern. Der beim Einziehen des Liners entstehende Ringraum wird anschließend, zum Beispiel mit Porenleichtbeton oder Dämmer, verfüllt. Dabei ist der Inliner zur Vermeidung von Lageänderungen gegen Auftrieb zu sichern, zum Beispiel durch Ballastierung der Rohre oder durch ein lageweises Einbringen des Verfüllmaterials.
Eingebauter Inliner aus GFK-Rohren - Doppelklick für Vollbildansicht
Die Gesamtsanierungsstrecke wird in mehrere Bereiche unterteilt, womit gewährleistet ist, dass die Verkehrsbehinderung auf ein Minimum reduziert wird. Beginnend in der Schwanheimer Straße ( Ecke Haardtwaldstraße & Trifelsstraße ) wird der Kanal über 8 Einzelbaugruben abschnittweise in Richtung Deutschordenstraße saniert. In der Schwanheimer Straße und Niederräder Landstraße wird es partiell zu Sperrungen kommen, bzw. einzelne Straßenführungen bis zur Baugrube in Sackgassen geändert. Verkehrsumleitungen über die Haardwaldstraße, Melibocusstraße, Kelsterbacher Straße, Treburer Straße und den Schleusenweg werden jeweils beim betreffenden Bauabschnitt eingerichtet.
Wichtige Daten im Überblick
- Gesamtlänge Sanierungsabschnitt circa 1750 m
- Bauzeit: Juli 2011 bis Dezember 2012 in 8 Einzelabschnitten
- Projektkosten: circa 5,75 Mio. € brutto
Ausführende Firma:
Insituform Rohrsanierungstechniken GmbH
Godesberger Straße 12, 53842 Troisdorf
Bauherr:
Stadt Frankfurt am Main, Stadtentwässerung Frankfurt am Main
Goldsteinstraße 160, 60528 Frankfurt
Örtliche Bauleitung:
Arbeitsgemeinschaft:
Ingenieurbüro Kocks Consult
Darmstädter Landstraße 104, 60598 Frankfurt
Telefon: 069 420989-0
Ingenieurgesellschaft Stein & Partner GmbH
Konrad-Zuse-Straße 6, 44801 Bochum
Telefon: 0234 5167-0
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