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Reinigungsleistung der Abwasserreinigungsanlagen

Die Stadt Frankfurt am Main betreibt zwei der größten Abwasserreinigungsanlagen (ARA) in Hessen und eine Schlammentwässerungs- und -verbrennungsanlage (SEVA), in der ausschließlich die eigenen Schlämme verbrannt werden. Die Abwasserreinigungsanlagen befinden sich in Niederrad (1,35 Millionen Einwohner) und in Sindlingen (470.000 Einwohner) mit Einleitungen aus dem Stadtgebiet von Frankfurt und diversen angrenzenden Nachbargemeinden.

Abwasserreinigungsanlagen werden entsprechend der BSB5-Fracht in 5 Größenklassen unterteilt, deren Anforderungen an die einzelnen Parameter für die Einleitung ins Gewässer unterschiedlich streng bewertet werden. Beide Frankfurter Anlagen gehören der Größenklasse 5 an und reinigen besser, als die gesetzlich vorgegebene Mindestanforderung vorschreibt (Abbildung 3). Sie leisten damit einen bedeutenden Beitrag zum Schutz des Mains.

Nachweislich ist für die ARA Niederrad/Griesheim die Reinigungsleistung aller Parameter der vergangenen sieben Jahre auf einem konstant hohem Niveau (Abbildung 1) mit Ausnahme der Stickstoffelimination, die bei circa 70 % liegt. Die Einhaltung sämtlicher Überwachungswerte ist bei beiden Anlagen gewährleistet (Abbildung 2).

Abwassermengen sind von Regenereignissen und Jahreszeiten beeinflusst (Abbildung 3), wobei der durchschnittliche Zufluss für die ARA Niederrad/Griesheim circa 220.000 m3/d beträgt.

Durch den mikrobiellen Abbau werden die Schmutzstoffe weitestgehend in Wasser und Kohlendioxid umgewandelt. Das gereinigte Abwasser enthält nur noch geringe Konzentrationen an Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Der Schlamm beinhaltet die "Reststoffe" des Reinigungsprozesses (Abbildung 4). Es findet eine Art Aufkonzentrierung statt, d. h. eine Reduzierung des Volumens um den Faktor 80. Der Schlamm wird in der Schlammentwässerungs- und -verbrennungsanlage Sindlingen verbrannt.


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