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Mehr als 40 Flüsse, Bäche und Gräben von zusammen etwa 160 km Länge fließen heute auf dem Gebiet der Stadt Frankfurt am Main. Nicht eingerechnet darin ist der Main. Er wird von der Bundeswasserstraßenverwaltung unterhalten. Der größte Frankfurter Fluss ist die Nidda mit einer Länge von über 18 km und einem Einzugs - gebiet von circa 2.000 km2; kleinere Gräben besitzen nur wenige km2. Die meisten Flüsse und Bäche entspringen zudem außerhalb der Frankfurter Stadtgrenzen, sind also ein Produkt der Nutzungen der so genannten Oberlieger.

Schon seit Jahrhunderten, teilweise seit der Römerzeit, gestalten die Menschen die Frankfurter Flüsse und Bäche nach ihren Bedürfnissen um. Im Mittelalter war es die Wasserkraftgewinnung, für die man Mühlengräben und -wehre schuf. Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts verlangte die stürmische Stadtentwicklung hochwasserfreie Flächen für die Landwirtschaft, den Verkehr und neue Siedlungen. Flüsse, Bäche und Gräben wurden verlegt, begradigt, mit Beton und Steinen verbaut oder gleich ganz verrohrt. Die Folgen der intensiven Nutzung der Gewässer und ihrer Auen zeigten sich bald: schlechte Wasserqualität, es fehlte an der klein räumigen Vielfalt von Kleinbiotopen, wie sie für ein naturnahes Gewässer typisch und zur Stärkung und Sicherung des Naturhaushalts notwendig sind. Die naturgemäße Verbindung zwischen Gewässer und Talaue war aufgehoben.

Um diese verhängnisvolle Entwicklung wieder umzukehren, hat es sich die Stadt Frankfurt am Main zur Aufgabe gemacht, die ökologische Wirksamkeit der Fließgewässer und die Verbindung zu den Talauen zumindest streckenweise wieder herzustellen. Damit werden nicht nur Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sondern auch (Er-) Lebensräume für die Menschen geschaffen. Dabei verfolgt die Stadt die naturnahe Gewässerentwicklung parallel auf drei Pfaden:


  1. 1Verbesserung der Wasserqualität
  2. 2Kleinräumige, ökologisch wirksame Maßnahmen im Rahmen der Gewässerunterhaltung
  3. 3Großräumige Gewässerumgestaltungen


  • Luderbach vor dem Umbau
    Zurück zur Natur
    Luderbach vor dem Umbau
  • Luderbach nach dem Umbau
    Zurück zur Natur
    Luderbach nach dem Umbau

Der Luderbach im Bereich Bahnhof Luisa vor - und nach dem Umbau
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Auf diesen Pfaden ist die Stadt Frankfurt am Main unterschiedlich weit voran gekommen: Die Wasserqualität der meisten Fließgewässer hat sich in den letzten 15 Jahren stark verbessert, weil Kläranlagen der Oberlieger besser reinigen und weil weniger verschmutztes Mischwasser aus den Kanalsystemen in die Gewässer eingeleitet wird. Durch die weitergehende Abwasserreinigung gelangen heute deutlich weniger Nährstoffe in die Gewässer. Damit wird die so genannte Eutrophierung, verbunden mit dem massenhaften Auftreten von Algen, stark vermindert.


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